Was ist die Theorie der Bedürfnisse? Beschreibung
Das Konzept der Theorie der Bedürfnisse wurde vom amerikanischen Verhaltenspsychologen Davi McClelland bekannt gemacht. Aufbauend auf früheren Arbeiten von Henry Murray (1938), McClelland behauptete im Jahr 1961, dass die Motivation einer Person aus drei dominierenden Bedürfnissen resultieren kann: das Bedürfnis nach Leistung (Achievement), Macht (Power) und Zugehörigkeit (Affiliation).
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Das Bedürfnis nach Leistung (N-Ach) ist der Umfang, in dem eine Person schwierige und fordernde Aufgaben auf einem hohen Niveau erfüllen möchte. Einige Eigenschaften von Personen mit hohem N-Ach sind:
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Sie möchten Erfolg haben und häufig positives Feedback bekommen.
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Sie suchen nach Herausforderungen und neigen folglich dazu, risikoarme und risikoreiche Situationen zu vermeiden. Sie vermeiden risikoarme Situationen, da der leicht erreichte Erfolg keine echte Leistung darstellt. In risikoreichen Projekten sehen leistungsorientierte Personen das Resultat als Zufall und nicht als ein Resultat ihrer eigenen Bemühungen an. Vergleichen Sie mit: Attribution Theory (Attribuierungstheorie)
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Sie bevorzugen es alleine oder mit anderen leistungsorientierten Personen zu arbeiten.
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McClelland glaubte, dass diese Leute die besten Führungskräfte darstellen, obwohl die Tendenz bestehen kann, dass sie ihren Angestellten zu viel abverlangen, im Glauben, dass diese auch alle in hohem Maße ergebnisorientiert sind.
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Das Bedürfnis nach Zugehörigkeit (N-Affil) bedeutet, dass Personen harmonische zwischenmenschliche Beziehungen mit anderen suchen. Einige Eigenschaften von Personen mit hohem N-Affil sind:
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Sie möchten von anderen gemocht und akzeptiert werden und legen hohen Wert auf persönliche Wechselbeziehungen.
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Sie neigen dazu, sich an die Normen ihrer Arbeitsgruppe anzupassen.
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Sie bemühen sich, Beziehungen mit Vertrauen und gegenseitigem Verständnis aufzubauen und aufrechtzuerhalten.
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Sie bevorzugen Kooperation anstatt Konkurrenz.
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Offensichtlich leisten sie im Kundendienst und in Situationen mit Kundenkontakt besonders gute Arbeit.
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McClelland glaubte, dass ein starkes Bedürfnis nach Zugehörigkeit die Objektivität und Entscheidungsfindungsfähigkeit von Managern untergräbt.
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Das Bedürfnis nach Macht (N-Pow) ist typisch für Personen, die gerne Verantwortung tragen.
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Sie können in zwei Gruppen unterteilt werden: persönliche und institutionelle Macht.
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Personen mit einem hohen Bedürfnis nach persönlicher Macht wollen andere Personen leiten und beeinflussen.
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Ein hohes Bedürfnis nach institutioneller Macht bedeutet, dass Personen gerne die Bemühungen von anderen Leuten organisieren, um die Ziele der Organisation zu erreichen.
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Personen mit einem hohen Bedürfnis nach Macht finden Gefallen an Konkurrenz und statusorientierten Positionen.
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Während sich diese Personen zu Führungsrollen hingezogen fühlen, besitzen sie möglicherweise nicht die erforderliche Flexibilität und die personenbezogenen Fähigkeiten.
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Manager mit einem hohen Bedürfnis nach institutioneller Macht neigen zu einer höheren Effektivität, als Manager mit einem hohen Bedürfnis nach persönlicher Macht.
Generell sind in jeder Person alle drei Bedürfnisse präsent. Sie werden mit der Zeit durch den kulturellen Hintergrund der Person und seiner Lebenserfahrung geformt und erworben. Mithilfe von Schulungen kann ein Bedürfnisprofil geändert werden. Dennoch dominiert, auch in Abhängigkeit von der Persönlichkeit, eins der Bedürfnisse. Im Gegensatz zu Maslow legt McClelland keine Übergangsstadien zwischen den Bedürfnissen fest. Die Bedeutung der unterschiedlichen Bedürfnisse im Beruf hängt von der besetzten Position ab. Das Bedürfnis nach Leistung und das Bedürfnis nach Macht sind für mittleres und oberes Management typisch.
McClelland's Konzept wird auch als Learned Needs Theory, Acquired Needs Theory und Three Needs Theory bezeichnet.
Ursprung der Theorie der Bedürfnisse. Geschichte
McClelland's Theorie der Bedürfnisse basierte auf der Theorie der Persönlichkeit von Henry Murray (1938). Murray beschrieb ein komplettes Modell von menschlichen Bedürfnissen und Motivationsprozessen.
Beurteilung der Bedürfnisse von McClelland. Test
Der thematische Wahrnehmungstest (TAT) kann einer Person helfen, einen Beruf entsprechend seines dominanten Bedürfnisses zu finden. Während man der Testperson eine Reihe von mehrdeutigen Abbildungen zeigt, wird sie gebeten, eine spontane Geschichte zu jeder Abbildung zu erfinden. Die zugrundeliegende Annahme ist, dass die Testperson seine eigenen Bedürfnisse in die Geschichte projizieren wird. Die Auswertung kann dann benutzt werden, um der Person einen speziellen Job zu empfehlen, für den sie geeignet ist.
Buch: David McClelland - The Achieving Society - 
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